Der Dinge-Verleih im Rosenviertel
Practise Goethe B1 Lesen Teil 2: read two press texts and choose a, b or c for each question. Check your answers right away.
Lesen Sie die zwei Texte aus der Presse und die Aufgaben 7 bis 12 dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.
Nichts kaufen, einfach ausleihen: Der Dinge-Verleih im Rosenviertel Seit zwei Jahren gibt es im Rosenviertel einen ungewöhnlichen Laden: Dort kann man keine Waren kaufen, sondern nur ausleihen. Im Regal stehen Bohrmaschinen, Zelte, Raclette-Geräte und sogar eine Nähmaschine. Wer etwas braucht, zeigt seinen Mitgliedsausweis, trägt sich in eine Liste ein und nimmt den Gegenstand für höchstens zwei Wochen mit. Die Idee stammt von drei Nachbarinnen, die es leid waren, dass in jedem Haushalt eine eigene Bohrmaschine im Schrank liegt, die im Jahr nur wenige Minuten läuft. Inzwischen zählt der Verleih über 600 Mitglieder und mehr als 300 Gegenstände. Finanziert wird das Angebot über einen kleinen Jahresbeitrag von 15 Euro sowie über Spenden aus der Nachbarschaft. Besonders beliebt sind die Gartengeräte im Frühling und die Zelte im Sommer; wer eines davon leihen möchte, sollte mindestens eine Woche vorher reservieren. Kaputt geht trotzdem ab und zu etwas. Wer einen Schaden meldet, zahlt nichts dafür; die Betreiberinnen lassen das Gerät auf eigene Kosten in einer Werkstatt reparieren und nehmen es so lange aus dem Regal. Nicht jeder findet die Idee sofort überzeugend. Manche Nachbarn befürchteten anfangs, dass geliehene Geräte häufiger kaputtgehen als eigene. Diese Sorge hat sich laut den Betreiberinnen bisher nicht bestätigt, weil die Mitglieder sehr vorsichtig mit den Sachen umgehen. Eine zweite Ausleihstelle im Nachbarviertel soll im kommenden Jahr dazukommen. Im Stehen lernt es sich besser? Eine Studie zu Stehpulten in der Schule Eine neue Studie einer Universität hat untersucht, was passiert, wenn Schulkinder einen Teil des Unterrichts im Stehen statt im Sitzen verbringen. Dafür wurden in sechs Klassen die üblichen Tische durch höhenverstellbare Stehpulte ersetzt, an denen die Kinder wahlweise stehen oder auf einem hohen Hocker sitzen konnten. Nach einem halben Jahr zeigte sich: Die Kinder saßen im Durchschnitt fast eine Stunde pro Schultag weniger als vorher. Die Lehrkräfte berichteten außerdem, dass die Klasse nach der Umstellung insgesamt ruhiger wirkte, weil viele Kinder ihre Unruhe nun im Stehen statt durch Zappeln auf dem Stuhl auslebten. Bei den schulischen Leistungen fanden die Forscherinnen dagegen keinen eindeutigen Unterschied: Weder verbesserten sich die Noten deutlich, noch verschlechterten sie sich. Auffällig war jedoch, dass sich mehrere Kinder am Ende des Schultags weniger müde fühlten als die Vergleichsgruppe in normalen Klassenräumen. Kritische Stimmen weisen darauf hin, dass Stehpulte für kleinere Kinder ungeeignet sein könnten, weil ihnen längeres Stehen schneller schwerfällt. Einige Eltern fragten außerdem, ob ihre Kinder im Stehen überhaupt ordentlich schreiben könnten. Auch die Anschaffungskosten seien nicht gering: Ein einziges Stehpult kostet je nach Modell zwischen 150 und 250 Euro. Die beteiligten Schulen wollen die Pulte dennoch behalten und planen, im nächsten Schuljahr weitere Klassen umzustellen.
In diesem Text geht es darum, …
Wie hoch ist der jährliche Mitgliedsbeitrag im Dinge-Verleih?
Was passiert, wenn ein geliehener Gegenstand kaputtgeht?
In diesem Text geht es darum, …
Was gilt laut Text für die Stehpulte in den sechs Versuchsklassen?
Warum halten kritische Stimmen Stehpulte für kleinere Kinder für ungeeignet?
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